Gastbeitrag

Nachdem ich das Buch “ Wir können alles sein “ von Johanna Kramer auf meinem Blog veröffentlicht habe, bekam ich eine Email die mich sehr rührte vorallem das mir entgegen gebrachte Vertrauen. In den folgenden Emails entschieden wir euch daran teilhaben zu lassen. Den dieses Buch berührt auf eine ganz besondere Art und Weise. Also hier jetzt der entstandene Gastbeitrag wie versprochen anonym.

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…wie seidige Tinte auf nacktes Papier….

Wie sehr konnte ich das Buch spüren, wie gut kannte ich doch das Gefühl… sich etwas zu wünschen was unmöglich erscheint… Was bedeutet schon Liebe … Wir sind im Jahr 2020 und trotzdem darf eine Frau keine Frau lieben…

Ich habe dir nie gesagt wie ich mich fühle, nie gesagt das es mich zerreist auch nur einen Tag nichts von dir zuhören. Wir unterhalten uns über die „normalen“ Dinge des Lebens, sehen wie wir wachsen… Doch jede auf IHREM WEG nicht gemeinsam… Diese Gemeinsamkeiten, dieses spüren, was die andere denkt und doch Meilen weit entfernt voneinander…

Nachdem du mir erzählt hast du fährst weg, lag ich zwei Tage im Bett und habe nur geweint, innerlich zerissen …Ich habe das Gefühl ich verliere den Verstand… Wenn das wachsen sein soll, wo wachse ich dann hin? Wenn ich meine eigenen Gefühle nicht kontrolieren kann. Es kam für mich nie in Frage, es stellte sich nie die Frage… fast 40 Jahre lief alles in den mehr oder weniger gewohnten Wegen… Männer kamen und gingen, der letzte blieb und ist immer noch da…

Doch dann kamst du, du stelltest mit deinen Worten alles auf den Kopf … und ließt mich dann damit alleine…Den was sollte ich auch schon machen? Was sollte ich sagen? Hallo hier bin ich vergeben und Mutter, du kennst mich nicht wirklich, nur übers schreiben und trotzdem begehre ich dich ? Sollte ich dir erzählen das ich jede Nacht von dir träume ? Das selbst wenn ich am Tag die Augen schließe, dich sehe…Das ich kaum noch einen klaren Gedanken fassen kann? Das ich mein komplettes Leben in Frage stelle?

Würde mir jemand das schreiben oder sagen ich glaube ich würde weg rennen, soweit ich kann… Aber es ist so, ich spüre dich so deutlich hier und doch warst du nie wirklich hier… Du bist Zeilen auf Papier…